An Tagen wie diesen…

Ich fang ungern mit einem Text von jemand anderen an… Das mag an dem ganzen Tavor oder diesem Durcheinander in meinem Kopf liegen, aber ich bekomm gerade keinen klaren Gedanken zusammen.

Es ist viel passiert seit ich was geschrieben habe. Mir ging’s psychisch sehr gut. Bin in einer glücklichen Beziehung mit der Frau die ich liebe. Wir wollen zusammen ziehen und sind uns auch schon über den Kinderwunsch einig geworden.

Doch ich habe die Rechnung nicht mit meinen Dämonen gemacht. Sie wollten wohl nicht, dass ich es über den Berg schaffe.

Hab euch hier ja bereits erzählt, dass es bei mir körperlich ziemlich steil bergab ging. Erst der Rücken… Dann das Knie… Und dann noch die Schulter. Von der nicht auskurierten Magenschleimhaut Entzündung und den Gallensteinen, die immer noch in mir heran wachsen erst gar nicht zu reden.

All das haben meine Dämonen genutzt, um mich erneut auf die dunkle Seite zu ziehen. Ich kann nicht mehr mal so genau sagen, wann das passiert ist. Irgendwann zwischen Termin und Termin bei drei bzw vier verschiedenen Ärzten, oder die Tatsache, dass selbst wenn ich diese ganzen OP’s und Untersuchungen hinter mich gebracht habe, ich wohl nie wieder der Alte sein kann.

Ich kann nämlich nicht so mit meinem Rad unterwegs sein. Versteht mich nicht falsch… Es geht immer noch. Nur nicht mehr so schnell und zu weit. Ich brauch mehr Regeneration nach einer Tour…

Diese (ich nenn sie mal Kleinigkeit) hat gereicht, um meine Dämonen sich wieder zu entwickeln. Mit meiner Therapie in dem letzten Klinik Aufenthalt habe ich sehr viele Erfahrungen gemacht und konnte meine Dämonen auf ein Minimum zu reduzieren.

Ich wusste, sie sind noch da. Sie sind schon immer da gewesen. Seit ich denken kann sind sie in mir…

Sie haben sich durch die Schmerzen bemerkbar gemacht. Erst ganz leise geflüstert, sodass ich sie erst nicht wahr nehmen konnte. Erst als ich regelmäßig was gegen diese Schmerzen einnahm, waren sie deutlicher zu hören. Anfangs konnte ich sie noch gekonnt (bzw gelernt) ignorieren.

Aber meine Dämonen kennen mich. Sie wissen wie ich ticke, und wie ich schlussendlich doch auf sie höre. Tja… Und so kam es dann auch. Ich war wieder gefangen. Gefangen in Gedanken…

Um mich in meinem Leid den die Dämonen ablassen suhlen konnte, musste ich mir wieder ein Konstrukt aus Lügen aufbauen. Es musste hoher sein als alles andere. Denn dieses Mal sollte es ein endgültiger Abschied werden. Dieses Mal solle es endgültig sein.

Einzelheiten will ich aus Schutz der Leser und Leserinnen nicht auflisten.

Das Ende von der Vorgeschichte ist: Ich sitze seit gestern in der psychiatrischen Akut Station in der Uniklinik…

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